EINFÜHRUNGSWORT SEINER EXZELLENZ HERR BOTSCHAFTER
(AUSZUG AUS DEM MAGAZIN „BILATERAL“ Nr. 25 – JANUAR 2005)
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Marokko hat sich unwiderruflich einem wirtschaftlichen Liberalisierungsprozess und einer Diversifizierung seiner Partnerschaften verschrieben. Dazu wurden 2004 drei neue Freihandelsabkommen im einzelnen mit den USA, der Türkei sowie mit Jordanien, Tunesien und Ägypten im Rahmen des Abkommens von Agadir unterzeichnet.
All diese Abkommen werden die Programme zur Modernisierung und Standardisierung der marokkanischen Wirtschaft voranbringen, um entsprechend auf die Herausforderungen, die 2007, 2010 und 2012 anstehen, antworten zu können: so die große arabische Freihandelszone, jene mit der EU und dem Euro-Mittelmeerraum. Die Schaffung dieser Wirtschaftszonen macht Marokko zu einer wichtigen Dreh- und Angelscheibe für Investitionen und Exporte und ermöglicht Handelströme in drei Richtungen: Europa, Amerika, die arabische Welt, aber auch Afrika.
Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung könnte Deutschland als privilegierter Partner Marokkos und dank seiner bedeutenden Stellung in der Weltwirtschaft sich in dieser Region engagieren und erfolgsversprechende Kooperationen eingehen. In diesem Zusammenhang wurde mir von Seiten marokkanischer Unternehmer das Interesse am deutschen Markt bestätigt und dies insbesondere im Jahr 2005, in dem Deutschland als Zielmarkt gilt.
Es wird Aufgabe der Botschaft sein, auf Kommunikation zu setzen und deutsche Unternehmer für die Entwicklungen in Marokko zu sensibilisieren. Sie sollen auf Reformen zur Schaffung verbesserter wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aufmerksam gemacht werden. Aber auch auf die Investitionen zur Modernisierung einzelner Wirtschaftsbereiche, sowie auf die Landwirtschaft und die Infrastruktur wie Häfen, Flughäfen, Schienen- und Straßennetz, Bau, Industrieparks etc.
Zudem soll die Intensivierung und Diversifikation der Geschäftskontakte zwischen unseren beiden Ländern unterstützt werden. Die in Deutschland lebende marokkanische Gemeinschaft könnte hier Möglichkeiten öffnen, sogar einen Beitrag zu neuen wirtschaftlichen Verbindungen leisten.
Auch eine verstärkte Entwicklungszusammenarbeit in Feldern wie Aus- und Weiterbildung stellt einen geeigneten Weg dar, die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen zu stärken.
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